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Ein hohes Gebäude mit einem farbenfrohen, abstrakten Wandgemälde, umgeben von grünen Bäumen unter einem strahlend blauen Himmel.

Streetart in Augsburg

 

Mural 2025/26 

Vergangene Murals

Die Murals des Friedensfests

Wer in Augsburg mit offenen Augen durch die Straßen geht, entdeckt an vielen Hausfassaden beeindruckende Kunstwerke. Die großflächigen Wandgemälde, auch Murals genannt, bringen Farbe in die Stadt und setzen gleichzeitig ein sichtbares Zeichen für Frieden, Vielfalt und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Das Projekt ist seit 2013 fester Bestandteil des Kulturprogramms rund um das Augsburger Friedensfest. Jedes Jahr entsteht ein neues Kunstwerk an einer Außenfassade und bereichert das Stadtbild um ein weiteres kreatives Highlight. Dabei greifen die Künstlerinnen und Künstler aktuelle gesellschaftspolitische Themen sowie die Schwerpunkte des jeweiligen Friedensfestes auf. Als Stadt des Friedens bietet Augsburg den passenden Rahmen für dieses besondere Kunstprojekt. Ziel ist es, die Botschaft des Friedens nicht nur in Veranstaltungen und Gesprächen, sondern auch dauerhaft im öffentlichen Raum sichtbar zu machen. So werden Hauswände zu beeindruckenden Kunstwerken, die zum Nachdenken anregen und den urbanen Raum neu beleben.

Das Mural-Art-Projekt ist eine Kooperation von Die Bunten e.V. und dem Friedensbüro der Stadt Augsburg. Wer die verschiedenen Murals entdecken möchte, kann die Stadt auf eigene Faust erkunden und dabei immer wieder auf neue, eindrucksvolle Werke stoßen. Hier stellen wir euch die Murals der vergangenen Jahre vor.

Empowering Perspectives (2025/2026)

Mit „Empowering Perspectives“ erreicht das Mural-Art-Projekt im Jahr 2025 einen neuen Höhepunkt. Am Peace Tower der Studierendenwohnanlage Augsburg Lechbrücke entstand im Rahmen des 375. Augsburger Friedensfests das höchste Mural Deutschlands. Innerhalb eines Jahres wurden sechs Fassaden mit jeweils 288 Quadratmetern künstlerisch gestaltet und das markante Betongebäude aus dem Jahr 1973 in ein farbenfrohes Kunstwerk verwandelt.  Unter dem Motto „Empowering Perspectives“ greifen die Motive das Augsburger Welterbe Wasser sowie das studentische Leben auf. Beteiligt waren Kunstschaffende aus aller Welt, darunter das Augsburger Kollektiv OTF (Tristan Huschke, Franziska Hauber und Oliver Skowronek), das Künstlerduo MOTS, Cone The Weird, Fintan Magee und Daniel Man. Das außergewöhnliche Projekt setzt ein sichtbares Zeichen für Kunst im öffentlichen Raum, studentisches Leben und ein friedliches Miteinander.

Adresse: Lechhauser Straße 35, 86153 Augsburg

  • Ein hohes Gebäude mit einem farbenfrohen Wandgemälde aus abstrakten Formen und Mustern, umgeben von grünen Bäumen.
    Sebastian Bühler
  • Ein hohes weißes Gebäude, an dessen Seitenwand bunte abstrakte Wandgemälde zu sehen sind, umgeben von grünen Bäumen.
    Sebastian Bühler
  • Ein hohes weißes Gebäude, an dessen Seitenwand bunte abstrakte Wandgemälde zu sehen sind, umgeben von grünen Bäumen.
    Sebastian Bühler
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Murals der vergangenen Jahre:

Demokratie (2024)

Im Jahr 2024 entstand in Göggingen ein Mural zum Thema Demokratie, gestaltet von Claire Prouvost und Soihe. Das Kunstwerk setzt sich mit den Werten einer offenen Gesellschaft auseinander und lädt dazu ein, über Mitbestimmung, Teilhabe und den respektvollen Austausch unterschiedlicher Meinungen nachzudenken. Es macht Demokratie als lebendigen Prozess im öffentlichen Raum sichtbar.

Adresse: Bürgermeister-Aurnhammer-Straße 10, 86199 Augsburg

Farbenfrohes Wandgemälde mit abstrakten Gesichtern und Formen an einer Hauswand; davor stehen zwei Personen und posieren.

Flow (2023)

Das Mural „Flow“ wurde 2023 von Sophie Tröster, Nontira Kigle und Lena Hofmann gestaltet. Passend zum Thema Kreativität verbindet das Werk unterschiedliche künstlerische Handschriften zu einem gemeinsamen Gesamtbild. Es zeigt, wie kreative Prozesse durch Zusammenarbeit entstehen und neue Perspektiven eröffnen können.

Adresse: Donauwörther Straße 23, 86154 Augsburg

Farbenfrohes Wandbild einer Person am Klavier mit Zitronen, Safttropfen und abstrakten Formen an einer Hauswand.

Acrobats (2022)

Das Mural „Acrobats“ des brasilianischen Künstlers Alex Senna entstand 2022 am Augsburger Hauptbahnhof. Im Mittelpunkt steht das Thema Zusammenhalt: Die charakteristischen Figuren des Künstlers verdeutlichen, wie Menschen einander unterstützen und gemeinsam Herausforderungen meistern können. Das Werk steht für Vertrauen, Gemeinschaft und gegenseitige Verbundenheit.

Adresse: Hauptbahnhof Augsburg, 86150 Augsburg

An der Seite eines blauen Gebäudes in der Nähe der Bahngleise ist ein Wandgemälde zu sehen, das vier Menschen zeigt, die eine Menschenpyramide bilden.

Eine Hand für_sorgt die andere! (2021)

Mit dem Mural „Eine Hand für_sorgt die andere!“ setzte Daniel Döbner 2021 das Thema Für_Sorge künstlerisch um. Das Wandbild macht gegenseitige Unterstützung, Solidarität und Verantwortung füreinander sichtbar. Es erinnert daran, dass Fürsorge eine wichtige Grundlage für ein funktionierendes und menschliches Zusammenleben ist.

Adresse: Gögginger Straße 48, 86159 Augsburg

Wandbild an einem Gebäude, das ineinander verschlungene Hände und Arme zeigt, umgeben von abstrakten Formen und Mustern.

Keine Arbeit, keine Liebe, kein Erwachsenwerden, kein Leben. (2020)

Das Mural „Keine Arbeit, keine Liebe, kein Erwachsenwerden, kein Leben.“ von Eva Krusche und Vera Daffner entstand 2020 zum Thema Rituale. Mit seinem ungewöhnlichen Titel hinterfragt das Werk gesellschaftliche Erwartungen und fest verankerte Lebensmodelle. Es regt dazu an, über individuelle Lebenswege und die Bedeutung von Ritualen in einer sich wandelnden Gesellschaft nachzudenken.

Adresse: Reichenberger Straße 50, 86161 Augsburg

Farbenfrohes abstraktes Wandbild mit Gesichtern und Gegenständen an der Fassade eines modernen Gebäudes, im Vordergrund sind Bäume zu sehen.

Freiheit (2019)

Im Jahr 2019 gestalteten das Künstlerduo VIDEO.SCKRE Julia Heinisch und Frederic Sontag das Mural „Freiheit“ am Jakobertorplatz. Das Kunstwerk setzt sich mit dem Begriff der Freiheit in seinen unterschiedlichen Facetten auseinander und lädt dazu ein, über persönliche und gesellschaftliche Freiräume nachzudenken. Es erinnert daran, dass Freiheit eng mit Verantwortung, Respekt und demokratischen Werten verbunden ist.

Adresse: Jakobertorplatz 2–6, 86152 Augsburg

Acht Personen stehen vor einem hohen Gebäude, an dessen Fassade unter blauem Himmel ein grünes Wandgemälde mit Tieren und Pflanzen zu sehen ist.

Wenn alles eine Einheit bildet (2018)

Das Mural „Wenn alles eine Einheit bildet“ von Guido Zimmermann entstand 2018 an einem Wohnhaus der Wohn-Bau-Gesellschaft. Passend zum Thema Utopie entwirft das Kunstwerk die Vision eines harmonischen Miteinanders, in dem Mensch, Natur und Gesellschaft miteinander verbunden sind. Die Gestaltung regt dazu an, über gemeinsame Zukunftsperspektiven und neue Formen des Zusammenlebens nachzudenken.

Adresse: Alter Postweg 66, 86159 Augsburg

Auf einem Wandgemälde sind Menschen, ein Roboter und ein Schimpanse zu sehen, die sich vor einem rot-weiß-blauen Hintergrund die Hände reichen.

Inside Out (2017)

Mit „Inside Out“ schufen Florian Schlessmann und Sebastian Wallner ein Mural zum Thema Bekennen am Übernacht Hostel. Das Kunstwerk beschäftigte sich mit Identität, Sichtbarkeit und der Frage, Haltung zu zeigen. Es lud dazu ein, sich mit dem eigenen Selbstbild und gesellschaftlichen Perspektiven auseinanderzusetzen. Das Mural ist aufgrund der Witterungen heute nicht mehr erhalten, bleibt jedoch Teil der Geschichte der Mural Art in Augsburg.

Ehemalige Adresse: Karlstraße 4, 86150 Augsburg

Mut (2016)

Unter dem Thema Vielfalt entstanden 2016 gleich zwei Murals. BRNZN gestaltete am Lechhotel das Werk „Mut statt Wut“, das ein Zeichen für Toleranz, Respekt und ein friedliches Zusammenleben setzt. Das Mural „Mut zur Vielfalt“ der Künstlerin Sare an der Martinsschule greift das Thema Vielfalt ebenfalls künstlerisch auf und ermutigt dazu, Unterschiede als Bereicherung zu begreifen. Gemeinsam stehen die Werke für Offenheit und gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Adressen:
Neuburger Straße 31, 86167 Augsburg
Pestalozzistraße 12, 86167 Augsburg

Ein großes Wandgemälde, das zwei Menschen mit verbundenen Augen zeigt, die sich umarmen, während über ihnen an einer Gebäudewand abstrakte Hände und Gegenstände zu sehen sind.

Color Crossers – Grenzgänger Willkommen (2015)

Das Mural „Color Crossers – Grenzgänger Willkommen“ von Frederic Sonntag entstand 2015 an der Asylunterkunft der ehemaligen Spichererschule in Pfersee. Das Kunstwerk setzte sich mit dem Thema Grenzen auseinander und lud dazu ein, diese nicht nur als Trennlinien, sondern auch als Orte der Begegnung zu verstehen. Es machte auf die Situation geflüchteter Menschen aufmerksam und warb für Offenheit, Solidarität und ein respektvolles Miteinander. Mit dem Abriss der Spichererschule im Jahr 2020 verschwand auch das Mural von der Hausfassade.

Ehemalige Adresse: Spicherer Straße 11, 86157 Augsburg

Ein Wandgemälde, das eine Kirche mit einer fliegenden Schildkröte, Trommeln auf dem Dach und einem Schwarz-Weiß-Foto an der Wand zeigt.

Colorcosmopolis (2014)

Im Jahr 2014 entstand mit „Colorcosmopolis“ von den Künstlern Max Brinkl und BRNZN ein temporäres Mural, das sich dem Thema Heimat widmet. Das großflächige Wandbild, welches mit Hilfe einer Leinwand am Grandhotel Cosmopolis befestigt wurde, verband farbenfrohe Gestaltung mit der Idee eines offenen und vielfältigen Zusammenlebens. Es griff den besonderen Charakter des Hauses als Ort der Begegnung auf und lud dazu ein, Heimat als etwas Gemeinsames und Verbindendes zu verstehen.

Ehemalige Adresse: Springergässchen 5, 86152 Augsburg

Ein farbenfrohes Wandgemälde, das einen Roboter an einem beigen Gebäude in einer Stadtkulisse mit Häusern mit roten Dächern und Bäumen zeigt.

Colorrevolution! (2013)

Den Auftakt des Projektes bildete 2013 das Kunstwerk „Colorrevolution!“ des Künstlerkollektivs Captain Borderline. Das Mural an der Fassade des Verbands für soziale Dienste griff das Thema Protest auf und setzte sich kreativ mit gesellschaftlichem Wandel und zivilgesellschaftlichem Engagement auseinander. Das Wandbild ist heute nicht mehr erhalten, bleibt jedoch als erstes Werk der Mural-Art-Serie ein wichtiger Teil und steht beispielhaft dafür, wie Kunst Denkanstöße geben und gesellschaftliche Botschaften im öffentlichen Raum sichtbar machen kann.

Ehemalige Adresse: Klinkentorstraße 12, 86152 Augsburg

Wandgemälde eines großen gelben Gesichts mit schwarzen Haaren, verziert mit Mustern, an der Seite eines Gebäudes.