Augsburger Turamichele
Beim Turamichele-Familienfest am 26. und 27. September 2026 ist für alle kleinen und großen Besucherinnen und Besucher wieder so einiges auf dem Rathausplatz geboten. Neben der stündlichen Erzählung zur Geschichte des Turamicheles mit anschließendem Steigenlassen der Luftballons mit Friedensgrüßen gibt es ein familienfreundliches Rahmenprogramm und allerlei Leckereien.
Alte Tradition, neues Format
Aufgrund der umfangreichen Sanierungsarbeiten am Perlachturm fand das beliebte Turamichele-Familienfest 2025 erstmals mit einem angepassten Konzept statt, welches nach viel positivem Zuspruch auch in 2026 fortgesetzt wird. Statt des traditionellen Erscheinens des Turamicheles im Turmfenster übernimmt die ebenso traditionsreiche Augsburger Puppenkiste erneut das berühmte Stechen zwischen Gut und Böse.
Auf einer Bühne am Rathausplatz wird die Geschichte des Turamicheles als kindgerechtes Marionettenspiel zum Leben erweckt – im Mittelpunkt steht dabei das Kasperle. So kann der Geist der Veranstaltung erhalten bleiben – in einer neuen, charmanten Form.
Und natürlich gibt es auch wieder das große Luftballon-Gewinnspiel, bei dem es tolle Preise zu gewinnen gibt!
Geschichte des Turamichele-Familienfests
Das Augsburger Turamichele-Familienfest ist eines der ältesten Kinderfeste Deutschlands. Doch woher kommt das Fest überhaupt? Der Sage nach verjagte der Erzengel Michael vor langer Zeit einen Drachen aus den Augsburger Wäldern. Aber er wird auch in der Bibel erwähnt und soll den Teufel in Form eines bösen Drachens aus dem Himmel vertrieben haben. Daher gibt es am 29. September ihm zu Ehren einen Gedenktag, den sogenannten Michaelistag.
Im Laufe der Jahre entwickelte sich zum Michaelistag auf dem Augsburger Rathausplatz ein großer und bedeutender Markt mit Lebensmitteln, Musik, Süßwaren, Straßenkunst und vielem mehr. Noch beliebter wurde der Markt, als Elias Holl Holzfiguren vom Erzengel Michael und dem Teufel erbauen ließ, die zu jeder vollen Stunde aus dem Perlachturm kamen. Und die Augsburger nannten den Erzengel daraufhin liebevoll „Turamichele“. Während des zweiten Weltkrieges wurden die beiden Figuren zerstört und Jahre später durch zwei neue, bewegliche Figuren ersetzt.