Maximilian I. 1459–1519. Kaiser. Ritter. Bürger zu Augsburg
15. Juni bis 15. September

Maximilian I. 1459–1519. Kaiser. Ritter. Bürger zu Augsburg

Anlässlich seines 500. Todestages beleuchtet die Sonderausstellung „Maximilian I. – Kaiser. Ritter. Bürger zu Augsburg.“ im Maximilian-Museum das Leben des Kaisers und sein besonderes Verhältnis zu Augsburg. Begebt euch auf eine Zeitreise in das 15. und 16. Jahrhundert und lernt den Kaiser über das gesamte Jahr 2019 auch in anderen Kulturveranstaltungen kennen.

Maximilian I. gehört zu den schillerndsten Herrscherfiguren der Renaissance, den die Nachwelt bis heute als „letzten Ritter“, „Schuldenkaiser“ oder Dürers Mäzen in Erinnerung behalten hat. Er selbst nannte sich schon zu Lebzeiten „Bürger zu Augsburg“. Das zeigt die einzigartige Nähe zwischen dem Kaiser und „seiner“ Reichsstadt. 500 Jahre nach Maximilians Tod beleuchtet das Maximilianmuseum sein besonderes Verhältnis zur Reichsstadt in einer kulturgeschichtlichen Ausstellung. Neben Ausstellungen in Österreich und New York ist die Schau in Augsburg die einzige zu Maximilian I. in Deutschland.

Holzstich aus der frühen Neuzeit

Maximilian I.
Albrecht Dürer und Jost DeNegker, Augsburg, um 1519

Der Kaiser und die Reichsstadt Augsburg

Bekanntlich war es vor allem das Geld der Augsburger Kaufleute, das Maximilian regelmäßig benötigte. Aber es gab noch weit mehr als das Geld, das die Stadt und ihren Kaiser aneinanderband: Augsburg zählte um 1500 zu den pulsierendsten Zentren Europas. Weltumspannende Handelsbeziehungen lieferten Luxus und ermöglichten eine ausgeprägte Festkultur, die Maximilian pflegte. In Augsburg bündelten sich zudem Gelehrtennetzwerke, die der Kaiser für seine Projekte einzubinden wusste: Augsburger Künstler und Drucker wurden mit der Erstellung von Kunstwerken, Riesendrucken zur Familiengeschichte, Autobiografien und liturgischen Drucken beauftragt. Maximilian wusste seine Beziehung zu Augsburg zu nutzen, aber auch zu fördern. Umgekehrt umwarb die Reichsstadt „ihren“ Kaiser, obwohl er sie oft teuer zu stehen kam. Den Spuren dieser außergewöhnlichen Verbindung aus wechselseitiger Einflussnahme und schöpferischem Austausch geht die Ausstellung nach und beleuchtet auch Augsburgs Anteil an Maximilians Nachruhm.

„Niemand ist so arm, dass er nicht etwas abgeben könnte. Und niemand ist so reich, dass er noch ein bisschen mehr Geld gebrauchen könnte“
Jakob Fugger

Hochkarätige Ausstellungsstücke und Virtual Reality

Kunstwerke berühmter Meister wie Albrecht Dürer, Hans Holbein d. Ä., Hans Daucher und Daniel Hopfer treten in der Sonderausstellung neben weitere hochkarätige Leihgaben bedeutender europäischer Sammlungen und Museen. Spannende Neuentdeckungen wie die einer kaiserlichen Teppichknüpferei oder eines Tranchierbestecks, das der Kaiser verschenkte, illustrieren zusammen mit Schatzstücken der Kunstsammlungen, des Stadtarchivs und der Staats- und Stadtbibliothek Augsburg eine neue Facette des Herrscherbildes Kaiser Maximilians I.

Ein besonderes Highlight ist die virtuelle Rekonstruktion des Alten Einlasses, des wegen seiner geheimen Mechanik legendären Augsburger Nachttors, das 1514 für Maximilian I. erbaut wurde. Mittels einer VR-Brille könnt ihr das längst abgerissene Wunderwerk erkunden. Archivalien, historische Pläne und Beschreibungen ermöglichten die wissenschaftlich fundierte, virtuelle Rekonstruktion.

Ritterhandschuhe

Handschuhe Kaiser Maximilians I.
Lorenz Helmschmid, Augsburg, um 1485

Umfangreiches Führungsangebot

Zahlreiche Führungsangebote laden die Besucherinnen und Besucher ein, die Sonderausstellung zu Maximilian I. vielfältig zu erkunden. Neben besonderen Highlights wie einem History-Slam, einem Konzert, dem Programm zur Langen Nacht der Kunst, einem Kalligraphie-Kurs für Erwachsene, einer Gehörlosenführung mit Gebärdendolmetscherin und einer Führung für Menschen mit Demenz gibt es ein engmaschiges Führungsprogramm durch die Sonderausstellung.

Terrakotta-Figur aus der frühen Neuzeit

Kaiser Maximilian I.
Hans Reichle um 1600

Buntes Programm für Kinder

Auch für die kleinsten Besucher ist so einiges geboten. In den Pfingstferien gibt es am 18. und 21. Juni bei „Burgfräulein und Ritter zu Gast bei Kaiser“ ein Rundgang durch die Sonderausstellung. Dabei lernen eure Kinder die Welt des 15. und 16. Jahrhunderts kennen und können im Anschluss ein Andenken zum Mitnehmen basteln. Zeitgleich zu den Erwachsenenführungen findet immer sonntags von 14 Uhr bis 15 Uhr eine interaktive Kinderführung statt, die von einem Kunstvermittler im historisch inspirierten Gewand durchgeführt wird.

historischer Spielstein

Spielstein Maximilian I.
Hans Kels d.J. Um 1540

Weiteres Programm

Lust auf mehr? Auch in den anderen Museen in Augsburg werden über das gesamte Jahr 2019 unetrschiedliche Veranstaltungen rund um Maximilian I. geboten. Es erwarten euch spannende Führungen und Konzerte sowie interessante Vorträge und Erzählungen mit Schauspiel und Musik. Bis Oktober könnt ihr an der zwei Mal täglich stattfindenden Stadtführung „Auf den Spuren der Fugger und des Kaiser Maximilians“ teilnehmen. Dabei werden alle historischen Plätze besichtigt, die eine wichtige Rolle in der Geschichte des Kaisers und der Fugger spielten. Vom Augustusbrunnen bis zum Rathaus, weiter in die Altstadt und natürlich in die Fuggerei.

Gut zu wissen

Öffnungszeiten der Sonderausstellung im Maximilianmuseum

Die Sonderausstellung geht vom 15. Juni bis zum 15. September 2019.

Das Maximilianmuseum ist wie folgt geöffnet:

Montag – Ruhetag

Dienstag – 10 bis 17 Uhr

Mittwoch – 10 bis 17 Uhr

Donnerstag – 10 bis 20 Uhr

Freitag – 10 bis 17 Uhr

Samstag – 10 bis 17 Uhr

Sonntag – 10 bis 17 Uhr

Eintrittspreise

9 Euro (ermäßigt 7 Euro)

Informationen und Buchungen von Führungen

Telefon: +49 (0)821 324 4112
E-Mail: besucherservice-kusa@augsburg.de

Bildnachweise

Header: Albertina, Wien, Inv.-Nr. 22447

Stich Maximilian I.: Gotha, Stiftung Schloss Friedenstein, Graphische Sammlung, Inv. Nr. 8,26

Handschuhe: KHM Museumsverband, Wien,  Hofjagd- und Rüstkammer Inv. Nr. A 58

Statue Maximilian I.: Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Inv. Nr. 11868 Foto: © Lenz Mayer

Spielstein: Kunstsammlungen und Museen Augsburg, Inv. Nr. 1998/1