Falafel – Ein Klassiker in Augsburg
Orientalische Köstlichkeiten

Falafel – Ein Klassiker in Augsburg

Bei der Frage, wo es in Augsburg die besten Falafel gibt, scheiden sich die Geister. Es gibt Gerüchte, dass hierüber sogar schon äußerst hitzige Diskussionen geführt wurden. Diese Frage können wir euch auch nicht beantworten. Aber wir können euch zumindest Tipps geben, wo ihr in der Innenstadt gute Falafel essen könnt.

Häufig werden Falafel aus Kichererbsen zubereitet. Im Berlin 61 in der Jakoberstraße bekommt ihr typisch ägyptische Falafel aus braunen Bohnen aufgetischt. Sahar kocht hier nach traditionellen Rezepten aus ihrer Heimat. Ihr Mann Christian, der in Berlin aufgewachsen ist, bringt den Flair der Hauptstadt mit und ist für Currywurst mit Pommes und Burger zuständig. Die Falafel im Berlin 61 bekommt ihr z. B. als Wrap mit Rucola oder mit dem ägyptischen Klassiker Foul und Tamiaa.

Am Judenberg findet ihr die vielleicht authentischsten Falafel: Kichererbse-Inhaber Majed Al-Nase frittiert in der winzigen Küche die Falafel für jedes Sandwich frisch in einem großen Eisenpott, während im Hintergrund laut orientalische Musik läuft und die Kundschaft sich vor der Tür auf einen Plausch trifft. Die Auswahl ist hier sehr klein: Falafelsandwich mit oder ohne Schafskäse, mit oder ohne scharfer Sauce. Mehr braucht es aber auch gar nicht. Die Öffnungszeiten solltet ihr allerdings eher als grobe Orientierung sehen. So wie Majed das auf seine entspannte Art auch tut.

Eine Riesenauswahl habt ihr dafür beim Razz-Fazz am Moritzplatz. Die Wraps sind standardmäßig mit Hummus, Krautsalat, Petersilie, Minze, Gurke und Tomate gefüllt, den Rest entscheidet sucht ihr euch Baukastensystem aus: Wie viele Klößchen, wie scharf und vor allem welche der zahlreichen, selbstgemachten Soßen wie Ingwer-Dattel, Joghurt-Sesam oder Apfel-Chili. Zusätzlich könnt ihr euren Wrap noch mit verschiedenen Toppings verfeinern, z. B. Basilikum, Lemongras oder Koriander. Aber auch hier solltet ihr das mit den Öffnungszeiten nicht so genau nehmen. Vor allem wenn der Inhaber mal wieder im Urlaub ist, bis das Geld ausgeht (so sagt es zumindest das Schild).

Auf dem Weg zum Dom ist das Shushu in der Karlstraße. Das kleine Restaurant erstreckt sich über zwei Etagen und ist mit einer einfachen, aber schicken Einrichtung aus Holztischen und Lederstühlen ausgestattet. Durch die bodentiefe Fensterfront könnt ihr das Treiben auf der Straße beobachten, während ihr euren Falafel-Teller genießt. Neben den Kichererbsenbällchen sind darauf Hummus, Tabouleh, frisches und eingelegtes Gemüse, zwei verschiedene Soßen und Joghurtdressing. Dazu gibt’s frisches Fladenbrot. Oder ihr nehmt euch ein Falafel-Sandwich auf die Hand mit.

Falafel auf Salat

Neu in der Innenstadt ist seit September 2018 der Slow Food Imbiss Exotiko, den ihr hinter dem Dom in der Frauentorstraße findet. Hier könnt ihr zwischen einer Falafel-Box, einem Falafel-Sandwich oder einem Falafel-Teller wählen – die Zutaten dafür stammen größtenteils aus dem eigens für das Exotiko angelegten Garten bzw. von regionalen Anbietern. Frischer geht es kaum. Die Soßen und Dips sind alle hausgemacht und solltet ihr unbedingt immer wieder neu kombinieren – es ergeben sich tolle neue Geschmackserlebnisse.